Der Eisberg (eine Abwendung)
März 7, 2026
Ich hatte geglaubt, geplant, irgendwie von mir selbst erwartet, hier eine pathetische Selbsterklärung, eine Selbsterforschung, eine Analyse des Auseinandergehens festzuhalten. Wieso es mich kaputt gemacht hat, an einer falschen Freundschaft zu klammern. Was ich gehofft habe, was mich gestört hat, was letztlich der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Letztlich ist aber nur eines wichtig: es ist vorbei. Das Warum hier festzuhalten, hieße, am Kaputten festzuhalten. Ich wollte abschließen mit etwas, das ich schon abgeschlossen hatte, wollte noch einmal den Dorn befühlen, der mir schon längst nicht mehr im Fleische steckte.
Wenn ich aber eines aus Titanic gelernt habe, dann das: der Kollision mit dem Eisberg entgeht man nicht, indem man weiterhin darauf zusteuert. Man wendet sich ab, ändert den Kurs und bedauert nicht hinterher, dass man sich nicht mehr sieht.
Insofern: keine Abrechnung mehr. Ich gebe mich frei.