Kaum da
März 21, 2002
Unfähig mich mitzuteilen verdamme ich meine Sprache, zieht sie mich doch nur weiter hinein statt weiter hinaus. Bis ich selbst hinausziehe, gedopt mit Schleimlöser, Kopfschmerzmittel und allgemeinen Schmerzmitteln wage ich mich hinaus in die Welt zwischen den Regenschauern. Hole mir meinen Freikaffee bei meiner Lieblingsfiliale von Coffee Bay, begegne auf dem Hinweg ganz zufällig dem viel zu gut gebauten und gut aussehenden Bar-Menschen, der mich dann auch noch fröhlich und gut gelaunt begrüßt, als hätte es tatsächlich was genützt, letzte Woche aufdringlich gewesen zu sein.
Und wieder auf dem Heimweg kann ich den Regen riechen und höre die Vögel singen und einen Streifen blauen Himmel und Sonnenschein in nicht allzu weiter Entfernung sehen. Und an der Ampel über die Frankfurter Straße erwischt es mich wieder: der Schmerz, die Angst, die Sinnlosigkeit. Was ist passiert, daß ich nicht mehr sprechen kann, wenn ich es will? Was ist passiert, daß ich so unzufrieden bin? Was ist denn überhaupt passiert?
Und dann frage ich mich: passiert denn überhaupt irgendwann jemals was? Und dann: ist es vielleicht das?