Angesichts des Nebels. Parabel/lyse.

Am Ufer sitzend blicke ich auf das andere, baumbestandene Ufer, wo Nachtnebel sich aus den Bäumen hervor auf den See tastet. Und ich weiß, dass er mich auch hier erreichen, meinen Körper einschließen wird.
Obwohl ich noch sicher bin, kann ich die Kälte, die mein Herz angreifen wird, jetzt schon spüren und die Feuchte, die meine Haut überziehen wird.

Verloren bin ich, denke ich, in diesem Nebel, den ich jetzt noch von außen sehen und doch schon schmecken kann nach Eis und Seewasser, Borke und Waldboden.
Ich will aufstehen und rennen, fort vom Ufer, fort von dem, was da auf mich zukommt, doch meine Beine gehorchen mir nicht, ich kann meine Arme nicht bewegen, meinen Kopf nicht wenden, den Blick nicht lösen vom Nebel, der wie ein lauernder Panther, wie eine züngelnde Schlange über den See wandert: langsam, bedächtig, ohne Eile oder Hast.

Und so sitze ich am Ufer, warte ich am Rand des Sees, innerlich bebend und schreiend, doch äußerlich ruhig, bis der Nebel mich verschlingt.