Zur Umkehr

Und dann kommt doch wieder der Moment, da man nicht länger still sein kann; da alles Blut in den Ohren so laut rauscht, dass man es nicht mehr ertragen kann, nicht zu sprechen; da jeder Versuch, nicht aufzufallen, schon fast auffällig hinfällig ist. Anders kann ich nicht mehr, ich will und darf nicht mehr nicht sein, nicht mehr mich einhüllen in jenes Selbstmitleid, dass da Kann-Nicht, Soll-Nicht, Geht-Nicht heißt und mich noch stärker paralysiert als alles Will-Nicht vorher.

Ich komme also zurück in mein Leben, das nicht auf mich gewartet hat, ich sehe das Chaos, das Wind und Wetter, Angst und Zeit in meiner Abwesenheit angerichtet haben, und ich verliere, obwohl mehr Arbeit auf mich wartet, als wohl in einem Menschenleben erledigt werden kann, doch nicht den Mut, nicht die Hoffnung. Ich komme zurück, denn ein anderer tut es nicht.
Ich habe diese eine Chance, ich werde sie - wieder einmal - nutzen. Denn es ist nie zu spät, seine Meinung zu ändern und seine Angst zu bekämpfen.