Alle Uhren stehen still

Nichts sagen, nicht aus dem eigenen Kopf heraussehen. Die Augen bleiben geschlossen, nur diesen einen unendlich langen Moment noch. Kein Geräusch zu hören, keine Stimmen, keine tickenden Uhren, nicht einmal das Schlagen des Herzens, das Rauschen des Blutes in den Adern. Wie lange kann ein Moment dauern, denke ich, wie lange kann die Welt, wie lange können die Menschen, wie lange kann ich stillstehen, wie lange der sonst so unbeeinflussbar verrinnenden Zeit widerstehen?

Wie lange ist lange genug, wie kurz ist zu lang, wie unendlich ist diese eine Sekunde, und dann ist sie vorbei, die Zeit fließt zurück in alle Räume, mein Herz schlägt wieder, meine Augen sehen wieder das Wehen des Windes durch die Bäume der Welt, Wellen schlagen wieder an die Ufer, keine Uhr steht jetzt noch still, ich bin zurück, bin wieder da. Ich sage: "Ja."