Wie das Meer indes ist die Zeit
Februar 26, 2017
Seit Stunden rauschen die Wellen gegen die fünfzig Meter tiefer liegenden Felsen an, der Strand zieht sich endlos, wird verschluckt vom blendenden Licht des Spätnachmittags. Unten johlt eine Gruppe junger Männer, die Oberkörper frei ringen sie einander im Sand nieder, jubeln dem Gewinner zu, während der nächste Herausforderer schon wartet. Bald wird die Ebbe einsetzen, das Meer verschlucktes Land und überspülte Steine freigeben, und ich wünsche mir, für immer und nicht nur noch heute Abend hier bleiben zu dürfen. Wie das Meer indes ist die Zeit unerbittlich, unaufhörlich nimmt sie mir Tag um Tag, Stunde um Stunde. Fern, so fern ist die Heimat, unvorstellbar, sie jemals wieder zu begehen, wenn es doch das Sonnendeck gibt, wo alle Sorgen mit den Flügelschlägen der Möwen verschwinden.